Herbstpflege

Die schönen, warmen Altweibersommertage lassen unsere Gärten in angenehmen Glanz erstrahlen. Insbesondere bei einer schönen Herbstbepflanzung zeigt sich Ihr Garten zum Ende der Gartensaison nochmal von seiner farbenfrohen Seite.

Damit Ihr Garten im Frühjahr direkt wieder in voller Blüte erwachen kann, sollte er im Herbst fachgerecht gepflegt werden. So werden die Pflanzen geschont und Sie sparen sich im Frühjahr eine Menge Arbeit. Was ein Gärtner in den Herbstmonaten tun sollte, zeigen wir Ihnen im Folgenden:

Gartentechnik außer Betrieb setzen

Auch in unseren Gärten hält die Digitalisierung (Stichwort: Smart Gardening) zunehmend Einzug. So verfügen mittlerweile viele Gärten über ein Bewässerungssystem oder einen Rasenmähroboter. Diese sind zwar sehr robust, aber für Winterfrost sind die Systeme in der Regel nicht ausgelegt. Deshalb sollten Sie rechtzeitig Wasseranschlüsse abstellen, Hähne, Wasserleitungen und Schläuche leerlaufen lassen oder besser noch mit Druckluft freipusten. Rasenmähroboter sollten ausgestellt und an einem trockenen Ort gelagert werden.

Rasen pflegen

Solange die Temperaturen nicht zu kalt sind, wächst auch der Rasen in Ihrem Garten weiter. Deshalb sollten Sie Ihren Rasen auch im Herbst weiterhin regelmäßig mähen. Mähen Sie Ihren Rasen etwa Ende Oktober zum letzten Mal. Achten Sie darauf, das Gras nicht tiefer als 5 cm zu mähen, da längerer Rasen das wenige Sonnenlicht besser verwertet und so resistenter gegen Unkräuter und Moos bleibt.

Ebenso sollten Sie im Herbst regelmäßig das herabgefallene Laub der Bäume von Ihrem Rasen entfernen. Eine Laubschicht auf dem Rasen kann zur Folge haben, dass der Rasen braune Stellen bekommt, zu faulen oder zu schimmeln beginnt. Zudem können sich bei zu hoher Feuchtigkeit Pilze und andere Rasenkrankheiten ausbreiten.

Auch ist der Herbst die Zeit im Jahr, neben dem Frühjahr, den Rasen nochmals zu vertikutieren und zu düngen. Der Dünger sollte dabei einen erhöhten Kaliumanteil haben und stickstoffarm sein, um die Frosttoleranz des Rasens zu fördern.

Beete vor Kälte schützen

Nicht alle Pflanzen vertragen Kälte. Deshalb sollten Sie Ihre Beete winterfest machen. Dazu schneiden Sie zunächst verwelkte Pflanzen ab und lockern bei dieser Gelegenheit die Erde, damit das Wasser besser abfließt und zu den Wurzeln vordringen kann. Winterharte Pflanzen werden anschließend idealerweise mit Reisig oder Mulch abgedeckt und besonders zu schützende Pflanzen mit Vlies oder Jute eingepackt. Rosen sollten vor dem Frost am besten mit ca. 15 cm Erde angehäufelt werden. Ziergräser binden Sie einfach zusammen, damit nicht zu viel Feuchtigkeit in den Kern der Pflanze eindringt. Die empfindlichen Blumenzwiebeln von Sommerblumen, wie Begonien, Dahlien oder Gladiolen, sollten Sie ausgraben und frostsicher an einem trockenen Ort lagern.

Pflanzarbeiten erledigen

Der Herbst ist die ideale Zeit für Pflanzarbeiten. Denn durch die regelmäßigen Regengüsse ist der Boden ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Rechtzeitig gepflanzt, bilden die neu- bzw. umgesetzten Pflanzen im Herbst noch neue Wurzeln und haben somit gegenüber im Frühling gepflanzten Sträuchern, Bäumen und Blumen einen deutlichen Wachstumsvorsprung. Einzig bei frostempfindlichen Pflanzen wartet man damit besser bis zum Frühjahr.

Damit es im nächsten Frühjahr in Ihrem Garten schön blüht, pflanzen Sie die Zwiebeln der Frühlingsklassiker am besten schon im Herbst. Denn viele unserer heimischen Pflanzen sind Kaltkeimer wie z.B. Tulpen, Krokusse, Schneeglöckchen. Hyazinthen und Narzissen.

Hecken, Bäume, Stauden und Sträucher schneiden

So widersinnig es klingt, ein fachgerechter Rückschnitt im Herbst wirkt wie ein Jungbrunnen auf Ihre Pflanzen. Der clevere Schnitt führt dazu, dass die Pflanzen sich verjüngen können und für die nächste Saison kräftiger werden.

Optimal erfolgt der Rückschnitt, wenn die Pflanzen bereits begonnen haben, ihre Säfte in die Wurzel zurückzuziehen. Dies erkennt man daran, dass sich das Laub verfärbt und die Stängel beginnen, sich in Richtung Boden zu neigen. Grundsätzlich wird folgendes zurückgeschnitten: abgestorbene Zweige und Äste, kranke Pflanzenteile, dünne Zweige in der Stammnähe, Pflanzenteile, die sich in die Quere kommen und gegenseitig beschädigen. Achten Sie aber darauf, nicht zu spät im Jahr zu radikal zurückzuschneiden. Zum einen sind gesunde Äste ein Schutz für die Pflanze und deren Wurzel, zum anderen sieht der Garten sonst in den Folgemonaten kahl aus. Genaue Anweisungen finden Sie auf den Pflanzetiketten beim Kauf der Pflanze oder erhalten Sie beim beratenden Gärtner vor Ort.

Rosen und andere frühjahrsblühende Pflanzen sollten Sie jedoch erst im Frühjahr nach der Blüte schneiden.

Wie Sie sehen, gibt es im Herbst im Garten viel zu tun. Als Fachfirma für Gartenpflege beraten und unterstützen wir Sie gerne dabei, Ihren Garten fit für den Winter zu machen. Kommen Sie gerne auf uns zu.

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